Videospiel Fortsetzungen: Fehlt es an Innovation?

17. Juli 2012 | Blog, Gaming | Geschrieben von: | 0 Kommentare

Assassins Creed 3, Battlefield 3, The Sims 3, Max Payne 3, The Elder Scrolls: Skyrim, Final Fantasy XIV (14)… Spielesequels beherrschen heutzutage den Markt und es kommt vermehrt nur auf die Zahl hinter dem Namen an, der einem als Anfang einer langen Reise in Erinnerung geblieben ist.

Doch macht das die Spiele an sich wirklich schlechter?

Fehlt es den Entwicklern an Mut?

Entwickler und Vermarkter von Videospielen haben schon früh erkannt, dass die Bindung des Spielers wichtig ist und für den Erhalt sorgt. Nehmen wir mal als Beispiel den schnauzbärtigen, italienischen Klempner für den es bereits seit 25 Jahren immer neue Fortsetzungen gibt, obwohl er nichts weiter tut als Pilze zu schlucken und rumzuhüpfen.

Man macht sich in der Branche die Begeisterung der Fans für die Erstlingswerke zunutze. Was auf der Strecke liegen bleibt ist die Innovation.

Experimente mit neuen Storys und / oder Spielprinzipen werden immer seltener.

Eigentlich schon ziemlich schade.

Es gibt aber Trost in der florierenden Indieszene. Falsch ist es auch die Branche so zu sehen als wäre der Karren im Dreck festgefahren. Bestes Beispiel hierfür ist das Open-World Spiel „Minecraft„, welches Millionen begeistert und zum Kauf ermutigt.

Und auch trotz der vielen, bereits ausgetretenen Pfade war die Abwechslung und die Auswahl an Spielen nie größer als heute.

Geschichten erzählt mit Fortsetzungen

Fortsetzung von Videospielen ohne Innovation?

Es gibt aber auch Spiele, die einen roten Faden über mehrere Fortsetzungen stricken. Das ist nicht unbedingt negativ, denn die Faszination Geschichten über längere Zeiträume zu erzählen besteht auch heute weiterhin. Die Mass Effect„-Saga demonstriert das ganz gut.

Den Charakter, den man sich zu Beginn von Teil eins etwa erstellt kann man durch die gesamte Triologie hindurch mitnehmen. Getroffene Entscheidungen beeinflussen den Spielverlauf aller Teile der Serie.

Definition: Innovation

Was aber bedeutet eigentlich Innovation? Kann man das für diese Branche überhaupt sagen oder festlegen?

Shooter beispielsweise funktionieren seit Jahren nach dem selben Prinzip. Dort sind die Bösen. Ich bin bei den Guten. Nachladen. Schießen.

Was sich ändert ist meist die nette Grafik.

Das Konzept hat sich jedoch bewährt und ist kein Problem, mit welchem die Entwickler zu kämpfen haben. Solange dieses Konzept funktioniert besteht auch kein Grund irgendetwas zu verändern oder nach Ersatz zu suchen.

Aus diesem Grund gibt es bei Fortsetzungen von Titeln wie Call of Duty oder Battlefield auch keine wirklich neuen Entwicklungen. Warum auch? Die größte Herausforderung der Hersteller und Vermarkter ist eigentlich nur, dass man jährlich neue Rekorde in den Verkaufszahlen erzielt. Das funktioniert derzeit auch wunderbar.

Doch das ist die eine Seite der Medallie. Im Grunde muss man die Spiele oder die Genres nicht gänzlich neu erfinden. Portal 2 dient hier als Beispiel. Da hat man das schon geniale Konzept aus dem ersten Teil in eine noch größere, höhere Ebene der Geschichte gewuchtet, den schwarzen Humor und die Rätsel mitgenommen und neu arrangiert. Auch hier hat sich das Konzept zwar nicht geändert aber das macht Portal 2 dennoch innovativ.

Wie so oft kommt es auf das „wie“ an. Zu Wissen, dass eine Fortsetzung aufgeht ist gut. Aber mit Experimenten Erfolge zu erzielen ist besser. Demnach sollten Fortsetzungen für die Entwickler als Chance und nicht als Kopie gesehen werden. Die Fans werden es ihnen danken.

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