SSD mit Selbstzerstörung

21. Mai 2012 | Aktuelles, Blog, Hardware | Geschrieben von: | 0 Kommentare

In der heutigen Zeit begegnen und im Internet immer wieder skurile Dinge, die uns manchmal in erstaunen versetzen und an deren Sinnhaftigkeit zweifeln lassen.

Ganz ähnlich ist das der Fall bei der Meldung, dass der Elektronik Konzern Runcore eine Speicherlösung mit einem Selbstzerstörungsmechanismus entwickelt hat.

RunCore InVincible SSD

Im Notfall den großen roten Knopf drücken

Einigen Raubkopierern werden dabei vermutlich die Augen aufgehen.

Die Festplatte, welche es in einer Bandbreite von Gesamtkapazitäten zwischen 16 und 512 Gigabyte gibt, funktioniert wie ein ganz normaler Datenträger im Betriebssystem und verfügen über einen SATA Anschluss. Die Lese- und Schreibgeschwindigkeit mit etwa 230 bis 250 Megabytes pro Sekunde ist dabei ganz passabel.

Das besondere an der SSD sind jedoch die beiden Buttons, die durch Kabel mit der Platte verbunden sind. Diese sind für den Löschvorgang verantwortlich.

Der grüne Knopf stellt dabei eine Möglichkeit zur konventionellen Löschung von Daten dar. So ist mit einem Knopfdruck alles futsch und auf der nun leeren SSD können erneut Daten geschaufelt werden.

Drückt man dagegen den roten Knopf so bewirkt man eine totale Zerstörung der Platte. Denn bei dem betätigen des Auslösers wird ein starker elektrischer Impuls durch die Speicherbausteine gejagt, der diese vollkommen zerstört und unbrauchbar macht.

In einem demonstrativen Video des Herstellers steigt sogar leicht Rauch auf und man kann die Beschädigung deutlich erkennen.

Sinn und Zweck

Was auf den ersten Blick für unzweckmäßig erscheint so hat man sich doch bei Runcore Gedanken gemacht.

Die Möglichkeit der Selbstzerstörung stellt für Unternehmen beispielsweise einen letzten Ausweg dar, die vorhandenen sensiblen Daten vor ungewollten fremden Zugriff zu schützen. Somit kann jemand fremdes zwar in ein System eindringen, aber im Notfall keine Daten abrufen.

Ob Runcore damit jetzt eine mögliche Nische abdeckt oder nicht wird sich erst noch zeigen müssen. Für Privatanwender jedenfalls zeigt mich kein sinnvoller Vorteil.

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