Samsung Galaxy Note 3 – Testbericht

11. August 2014 | Android, Blog, Featured, Hardware, Testberichte | Geschrieben von: | 0 Kommentare

Nachdem ich ja nun schon das Lumia 630 von Nokia testen durfte, trudelte kurze Zeit später das Samsung Galaxy Note 3 bei mir ein. Meine Eindrücke und Erfahrungen mit diesem „Phablet“ möchte ich darum in diesem Testbericht niederschreiben.

Optik und Haptik

Samsung Galaxy Note 3 - Bild 01

Es ist groß. Größer als man auf Bildern erahnen könnte. Das 5,7 Zoll Display, welches in 1980×1080 Pixeln auflöst, sticht bei dem Gerät als erstes ins Auge und nimmt geschätzte 90 Prozent der Front ein. Auffallend ist hier der sehr dünne Rand des Bildschirms, wodurch selbiger, rein optisch, noch größer wirkt.

Das Display an sich ist ziemlich genial und positiv zu erwähnen. Die Auflösung im Verbund der leicht überarbeiteten Android-Oberfläche machen einen guten Job und bilden alle mögliche Szenarien, klar, hell und scharf da. Dabei wirkt die Farbtreue zwar ein klein wenig übersättigt, was aber wohl an der verbauten AMOLED-Techik liegen mag.

Mit dem Galaxy Note 3 geht Samsung einen Schritt Richtung Business-Anwender, welches sich in der relativ umfassenden Designänderung im Gegensatz zum Vorgänger, dem Galaxy Note 2, widerspiegelt. Dies äußert sich in einem metallisch schimmerndem Rand und der Rückseite im Leder-Look. Ein wenig schade, dass hier beides lediglich ein optisches, wenn auch gelungenes Imitat darstellen. Das von Samsung verwendete Material ist, wie für die Galaxy-Reihe mittlerweile üblich, noch immer Plastik. Man stellt dennoch eine soliden Bauweise und ein überraschend niedriges Gewicht fest, welches man zunächst gar nicht vermutet. Das niedrige Gewicht ist auch ein großer Punkt, warum das Galaxy Note 3 angenehm in der Hand liegt.

Die Rückseite, welche wie bereits gesagt aussieht als wäre sie aus Leder, bietet abgesehen davon und der verbauten 13 Megapixel-Kamera nichts weiter. Erster großer Kritikpunkt an der Kamera: Sie steht ein wenig aus dem Gerät heraus, sodass die Optik in Kontakt mit jeglichen Oberflächen kommt, sobald es auf dem Rücken liegt.

Samsung Galaxy Note 3 - Bild 04

Ansonsten findet sich an der Unterseite ein kleines Fach für eines der Hauptmerkmale des Samsung Galaxy Note 3. Nämlich der S-Pen. Doch zu dem später mehr.

Eine letzte Besonderheit ist der verbaute Ladestecker an der Unterseite des Galaxy Note 3. Der ist nämlich anders, als bei anderen Smartphones mit Android und wesentlich größer. Wofür genau das so verbaut worden ist kann ich mir nicht erklären. Höchstens, dass man durch den breiteren Stecker einen höheren Ladestrom in den Akku pumpen kann und das Teil somit schneller lädt. Glücklicherweise ist dieser Stecker aber so entworfen worden, dass man auch ganz normale Ladekabel, wie man sie gewöhnt ist, einstecken kann.

Nimmt man den Deckel der Rückseite des Note 3 ab, so offenbaren sich zunächst einmal besagter Akku mit satten 3.200 mAh, sowie die beiden Fächer für die MicroSD- und die MicroSIM-Karte. Wie allgemein üblich, lässt sich hier mit einer kleinen Speicherkarte, die fest verbauten 32 Gigabyte um weitere 64 Gigabyte erweitern. Man kommt damit maximal auf ordentliche 96 Gigabyte Speicherplatz.

Insgesamt wirkt das Note 3 recht solide und gut verarbeitet. Mich stört jedoch ein klein wenig das Lederimitat der Rückseite, welche man bei einem aktuellen Ladenpreis von über 500€ durchaus mit richtigen Kunstleder hätte ausstatten können. Dann wäre das Gerät aber vermutlich insgesamt dicker geworden.

Software

Samsung Galaxy Note 3 - Bild 02

Wie von Samsung nicht anders gewohnt, liegt über dem vorinstallierten und leicht veralteten Android 4.3 die hauseigene TouchWiz-Benutzeroberfläche. Diese hat zum einen Vor- zum anderen aber auch Nachteile.

Zu diesen Nachteilen zählt definitiv die vorinstallierte Bloatware, die sich aber teilweise deinstallieren oder zumindest deaktivieren lässt. Jedoch werden diese Schritte zurückgesetzt, sobald man beispielsweise ein Android- oder generell ein Software-Update einspielt. Das kommt nicht allzu oft vor, ist aber dennoch nervig.

Ein weiterer negativer Punkt ist das Samsung Konto, welches zwar keine Pflicht ist, man aber dennoch dazu aufgefordert wird. Ich habe diesen Schritt übersprungen und kam auch wunderbar ohne zurecht.

Mit der angesprochenen TouchWiz-Oberfläche für Android liefert Samsung die ein oder andere Funktion mit, die damit die Mobilgeräte von denen anderer Hersteller unterscheiden. Diese sind mehr oder weniger gelungen, aber oft auch unnütz.

Ganz praktisch finde ich aber die Funktion des „DualScreen“-Feature, die es erlaubt zwei Apps parallel laufen zu lassen. Jedoch gibt es hier den Haken, dass man nur bestimmte Apps und weniger Ausnahmen über diese Funktion nutzen kann. Schade eigentlich. Dadurch hätte man Tablets schon sehr viel produktiver verwenden können. Aber mal abwarten, was die Zukunft so bringt.

So ähnlich verhält es sich mit dem, in der Rückseite versteckten, S-Pen. Dieser ist im Hinblick auf die verbundene Notizen-App durchaus nützlich und auch gut zum angeben. Im Alltag jedoch fallen mir kaum Anwendungsgebiete für dieses erweiterte Zeigegerät ein.

Nach all dem negativen Kram, der sich wirklich auch nur auf diese Dinge beschränkt, kommen wir zum positiven, der meiner Meinung nach überwiegt. Als iCloud-Alternative liefert Samsung beispielsweise ein Upgrade für den bestehenden Dropbox-Account mit. Satte 50Gb stehen bei neuer Aktivierung des Gerätes zur Verfügung. Nach zwei Jahren sind diese aber wieder futsch.

Einfach fantastisch ist die Arbeitsgeschwindigkeit, die das Note 3 an den Tag legt. Mal ganz abgesehen davon, dass es endlich ein Gerät gibt, auf dem Android durchgehen vernünftig und wie vorgesehen läuft, dürfte diese Meldung auch Spieler interessieren. Selbst grafisch aufwändige Spiele werden hier problemlos gestemmt.

Akku

Samsung Galaxy Note 3 - Bild 03

Bei Smartphones ist die Akkulaufzeit immer ein gewichtiger Punkt. Besonders für mich, da ich nicht immer Lust darauf habe, mir Gedanken um eine Steckdose machen zu müssen. Diesen Job erledigt mein privat genutztes iPhone 5S schon ganz gut und war auch einer meine Kaufgründe.

Dank des großen Akkus ist aber auch das Galaxy Note 3 nicht von schlechten Eltern und bietet ordentlich Saft. Bei meiner normalen Nutzung komme ich fast vier Tage über die Runden. Exzessive Nutzer und Süchtige dürfen immerhin schon nach anderthalb bis zwei Tagen Dauerbetrieb die Steckdose aufsuchen. Im Vergleich ist das ein guter Wert und hat mich positiv überrascht.

Kamera

Auch die Kamera ist für viele ein entscheidendes Kriterium. Leider wird man hier echt enttäuscht. Nachdem die anderen Grundfunktionen eines Smartphones so gut waren, ist im Vergleich die Kamera einfach nur schlapp. Es gibt natürlich schlechteres und für Schnappschüsse ist die verbaute Kamera mit 13 Megapixeln auch noch okay, aber mehr auch nicht. Schade eigentlich, da man bei solch einem großen Gerät doch viel mehr Platz hat, um einen ordentlichen Sensor zu verbauen. Beim Samsung Galaxy S5 hat man es schließlich auch hinbekommen.

Fazit

Puh. Was ich hier nach über 1.000 Wörtern niedergeschrieben habe klingt zwar meist negativ, sind aber allesamt nur kleinere Übel mit Ausnahme der Kamera. Im Grunde hat mir das Samsung Galaxy Note 3 ziemlich gut gefallen. Besonders begeistert haben mich das Display, die Akkulaufzeit und die Arbeitsgeschwindigkeit. Aber auch die Größe von 5,7 Zoll bringen einige Vorteile mit sich.

Ich könnte mir vorstellen, dass Leute, die viel schreiben oder surfen mit diesem Gerät gut aufgehoben sind. Hobbyfotografen sollten sich jedoch woanders umsehen.

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