RSS-Dienst „Feedly“ wird erpresst

14. Juni 2014 | Aktuelles, Blog, Featured | Geschrieben von: | 0 Kommentare

Wie einige vielleicht schon mitbekommen haben wurde der mittlerweile recht beliebte RSS-Dienst Feedly von „Distributed Denial of Service„-Attacken geplagt. Dabei werden die Server des Opfers von mit Anfragen solange überlastet, bis diese nicht mehr erreichbar sind beziehungsweise der normale Betrieb nicht mehr aufrecht erhalten werden kann.

Die DDoS-Angriffe auf Feedly fanden aber nicht nur aus reiner Boshaftigkeit auf den Webdienst statt, sondern es handelt sich viel mehr um einen waschechten Erpressungsversuch. Dies ließ das Unternehmen auf dem hauseigenen Blog durchblicken, die die ganze Aktion ohnehin von Anfang an mit offenen Karten abwickelten.

Im selben Blogeintrag steht mittlerweile geschrieben, dass die dritte Angriffswelle auf die Server erfolgreich „neutralisiert“ wurde und man nun wieder zum normalen Betrieb hat übergehen können. Ob es zunächst einmal dabei bleibt oder ob es zu erneuten Angriffen und damit verbundener Downtime des Dienstes kommen wird, wird sich noch herausstellen. Bisher schaut es aber gut aus.

Was auf den ersten Blick wie ein wirtschaftlicher Schaden für Feedly aussieht, entpuppt sich lustigerweise als reiner Gewinn für das Unternehmen. Viele Nutzer des Dienstes wollen nämlich nun diesen unterstützen, indem sie ihre eigentlich kostenlose Mitgliedschaft auf einen „Pro“-Account aufwerten. Damit erhält der Nutzer einige Vorteile gegenüber einem kostenlosen Account.

Neben gefühlten 90% meiner Twitter-Timeline, so bin auch ich schwer von den Angriffen betroffen und in meinen täglichen Recherchen durch das Web erheblich eingeschränkt gewesen. Da merkt man erstmal wie abhängig man von etwas sein kann. Bei dem ein oder anderen äußert sich das in recht amüsanten Frust.

Ich für meinen Teil sah die Situation recht gelassen. Somit hatte man endlich mal wieder Zeit die ganzen Blogs und Magazine mal wieder manuell aufzusuchen und die vielen Veränderungen zu bemerken, die sich dort oft getan hatten. Außerdem hat man damit so ganz nebenbei durch einen Klick auf die Werbung die fleißigen Internetmenschen unterstützt. ;-)

Dennoch hoffe ich, dass es erstmal wieder ruhig bleibt. Ist nämlich trotz allem einfach bequemer so.

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Till hat bereits 171 Artikel auf Blogkollektiv geschrieben.

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