Google (ASUS) Nexus 7 – Testbericht

19. Oktober 2012 | Android, Blog, Featured, Hardware, Testberichte | Geschrieben von: | 0 Kommentare

Schon seitdem es damals auf der Google I/O vorgestellt wurde, faszinierte mich das Nexus 7. Googles erstes eigenes Tablet in Kooperation mit ASUS.

Und so hab ich eine ganze Weile überlegt, ob sich der Kauf dieses Tablets denn auch wirklich lohnt. Gerade für mich. Aber darüber hab ich ja bereits einige Worte in einem anderen Beitrag verloren.

Jetzt wo ich es in den Händen halte und sogar dieses Review damit tippe, bereue ich meine Entscheidung in keinster Weise. Im Gegenteil. Ich bin begeistert!

Review: Google (ASUS) Nexus 7

Optik und Haptik

Nach auspacken des Gerätes stellt man schon überraschend das geringe Gewicht fest. Auch die für ein Tablet geringe Größe springt sofort ins Auge und fühlt sich beim ersten befingern sehr komfortabel an.

Die Vorderseite besteht komplett aus Glas. Darunter steckt das 7 Zoll große Display, welches von einem schmalen, schwarzen Rahmen eingefasst ist. Die gläserne Front wird wiederum von einem silbernen Rahmen umgeben, der aber leider aus Plastik besteht und bei der sonstigen Wertigkeit des Gehäuses beim Berühren ein wenig enttäuscht.

Review: Google (ASUS) Nexus 7 - Bild 01

Die Rückseite des Gerätes dagegen springt nicht nur optisch angenehm ins Auge, sondern bietet auch ein griffige Oberfläche aus einer Art Kunstleder, welches sich beim festhalten komfortabel anfühlt. Weit besser als andere, vergleichbare Hardware.

Ansonsten befindet sich, mal abgesehen von der Frontkamera und den drei einzigen Knöpfen an der Seite für Lautstärke und Schlafmodus nichts weiter, wodurch das Gesamtbild des Nexus 7 eher angenehm schlicht und einfach daher kommt.

Insgesamt wirkt das Tablet in Angesicht des Preises von 200€ für die 8 Gb-Version als enorm solide und wirkt in kleinster Weise billig, mal abgesehen davon, dass es hauptsächlich aus Plastik besteht. Mit Wertigkeit überzeugt es aber trotzdem in jeder Hinsicht!

Software und Bedienung

Review: Google (ASUS) Nexus 7 - Bild 02

Wie für Nexus Geräte üblich, läuft auf dem Nexus 7 die aktuellste Android Version. Aktuell bei mir mit Versionsnummer 4.1.2 „Jelly Bean“. Jedoch mit einigen signifikanten Unterschieden.

Ohne jetzt großartig auf Android 4.1 eingehen zu wollen, beschränke ich mich deswegen auf eben diese Unterschiede wie etwa der Tastatur.

Mit dieser gehen Textarbeiten, wie etwa das tippen dieses Reviews überraschend einfach von der Hand, insbesondere im Landschafts-Modus, wo die volle Breite des Displays genutzt wird. Mit ein wenig Übung und Fingerspitzengefühl gehen auch längere Texte flott von der Hand. Eine reine Hardware-Tastatur kann sie jedoch nicht ersetzen.

Das Layout der Tastatur ist übrigens auch ein komplett anderes als beim Galaxy Nexus, was mich schon ein wenig stört. Die Buchstaben sind zwar nach wie vor am selben Fleck, aber die Struktur der Sonderzeichen ist grundverschieden. Beim ständigen Wechsel zwischen beiden Geräten kann es somit zu ein wenig verwirrter Sucherei bei den speziellen Schriftzeichen kommen.

Review: Google (ASUS) Nexus 7 - Bild 03

Ebenfalls unerklärlich ist mir das Verhalten der drei Software-Buttons, die ebenfalls typisch sind für neuere Nexus-Geräte.

Wo die Android-Tasten beim Drehen des Galaxy Nexus an Ort und Stelle bleiben, dreht sich beim Nexus 7 die gesamte schwarze Leiste mit den drei Tasten!

Dies ist zwar an und für sich nicht weiter schlimm, aber mich nervt es trotzdem. Wären bei allen Google-Geräten diese Leiste am selben Fleck würde es den Bedienkomfort enorm verbessern.

Ebenfalls etwas störend ist der Mangel an, für Tablets speziell angepassten, Apps im Play Store. Da kann man aber nicht Google für die Schuld geben, denn das ist ein generelles Problem und ein Feld, dem leider die meisten Entwickler wenig bis keine Beachtung schenken.

Die hauseigenen Apps direkt von Google jedoch sind angepasst und arbeiten fantastisch! Dadurch mache ich viele Dinge, wie etwa das Nutzen des Kalenders oder Google Mail nur noch mit dem Tablet, weil die Apps aufgrund des großen Bildschirms wesentlich übersichtlicher sind als auf dem Smartphone, was auch die Produktivität erhöht.

Review: Google (ASUS) Nexus 7 - Bild 04

Generell lasse ich, seitdem ich das Nexus 7 habe, mein Handy öfter liegen und greife lieber zum Tablet. Warum genau kann ich aber nur schwer beantworten. Vermutlich liegt es an dem Platzvorteil aufgrund des größeren Displays.

Das Betriebssystem läuft jedenfalls, genau wie schon beim Galaxy Nexus, butterweich weswegen sich hier keinerlei Unterschiede auftun.

Dass das Tablet mehr Power hat macht sich jedoch eindeutig bei HD-Videos und Spielen bemerkbar.

Letztere werden dank des verbauten Tegra 3 Chips von Nvidia ordentlich befeuert und bieten einige wahnsinnige Grafikeffekte, die man so auf einem Tablet noch nicht gesehen hat. Und das bei immerhin konstanten 60 Bildern die Sekunde.

So viel Leistung hätte ich definitiv nicht erwartet, denn das klang vom bloßen hören schon beinahe utopisch.

Das Ganze präsentiert sich auf dem 7 Zoll großen Display bei einer Auflösung von 1280×800 Pixeln, was 216ppi entspricht. Im Gegensatz zum Nexus Smartphone allerdings kein LED, wodurch die Farben zwar weniger kräftig, aber dafür das Bild insgesamt heller ist.

Jedes Detail, wie etwa Texte oder HD-Filme, sind knackscharf und schlierenfrei.

Insgesamt kann man sagen, dass sich, wie jedes andere Tablet auch, das Nexus 7 wunderbar auch zum arbeiten nutzen lässt und übertrifft im Alltag, zum Beispiel an der Uni, sogar den gebräuchlicheren Laptop, was Mobilität, Akkulaufzeit und Arbeitsgeschwindigkeit betrifft. So kann man sich den eigenen Workflow erweitern und vereinfachen.

Praxistauglichkeit

Im Alltag nutze ich das Google Nexus 7 für vielerlei Dinge.

Angefangen als Konsumobjekt für Filme, Spiele, Serien und Büchern geht das bis hin zu Dateiverwaltung in Kombination mit meiner Spiegelreflexkamera. Zu letzterem werde ich nochmal etwas genaueres schreiben. Auch Textverarbeitung ist dank Google Drive kein Problem.

Der Sound von dem Teil ist übrigens über Kopfhörer Wahnsinn. Eine ganze Ecke besser als mein iPod und nochmal einen Ticken besser als beim Galaxy Nexus. Dank dem selbst einstellbaren Equalizer, dem ich beim iPod sehr vermisse, lässt sich das ganze sogar noch steigern.

Somit kommt auf meinen Kopfhörern von Sennheiser nicht nur ein klares, sondern auch sehr kräftiges Klangbild raus.

Der verbaute Lautsprecher ist auch noch ganz okay und ausreichend laut. Wer jedoch die Möglichkeit hat sollte zu Kopfhörern greifen.

In gewisser Weise ist die Mobilität natürlich eingeschränkt, da beim Nexus 7 kein mobiles Internet verbaut ist, sondern ausschließlich WLAN.

Wenn man sich aber darauf eingestellt hat ist das keine Hürde mehr. Im Gegenteil. Meiner Meinung nach muss ich mit dem Tablet nicht permanent online sein, da sich vieles ohnehin offline abspeichern lässt.

Habe ich einmal das Bedürfnis unterwegs online gehen zu wollen, so nutze ich entweder Tethering per Bluetooth oder direkt das Smartphone.

Somit ist dieses “Problem”, welches viele mit dem Nexus 7 haben, gar kein wirkliches und ist demnach auch in meinen Augen kein Argument.

Fazit

Für mich hat sich der Kauf des Google Nexus 7 definitiv gelohnt, da alle meine Bedürfnisse an ein Tablet definitiv bedient und, was die Rechenleistung betrifft, sogar noch übertroffen wurden. Ich nutze das Teil mittlerweile mehrere Stunden täglich.

Review: Google (ASUS) Nexus 7 - Bild 05

Auch die geringe Größe von 7 Zoll finde ich als sehr angenehm und vereinfacht auch die Bedienung, da ich so das Nexus in einer Hand halten und mit der anderen locker bedienen kann.

Das perfekte Tablet ist es jedoch nicht, aber das gibt es ja sowie so nicht. Irgendwo hat man immer Mängel.

Wer also über die ein oder andere Unzulänglichkeit hinweg sehen kann, wie fehlendes UMTS und den geringen Speicherplatz von 8 beziehungsweise 16 Gigabyte, dem kann ich das ansonsten rundum gut funktionierende Nexus 7 von Herzen empfehlen!

Geschrieben von

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