Der Abmahn-Teufel geht um

4. Oktober 2012 | Aktuelles, Blog, Featured | Geschrieben von: | 4 Kommentare

Dass man im Internet häufig abgezockt wird ist kein Geheimnis. Das passiert leider recht oft und meist auch enorm dreist.

Bei aktuellen Begebenheiten hat es nun uns Blogger erwischt. Fies! *schnüff*

Ich sah mich genötigt auch ein paar Worte dazu zu tippen, um den alltäglichen Wahnsinn in diesem modischen Trend namens „Internet“ auch dem weniger affinem Menschen zu offenbaren. Mag ich auch eine geringe Reichweite haben, so mag mir das trotzdem reichen.

Abmahnwelle

Nathan Sawaya. Seines Zeichens Künstler aus New York, der mit LEGO®-Steinen Kunstwerke zusammen baut, hat wie jeder Künstler, der von seiner Kunst lebt, bei einer Agentur einen Vertrag.

Soweit so gut. Nichts verwerfliches.

Wie Agenturen aber nun mal so sind, will diese jetzt „zum Schutze der Künstler und deren Werke“ (*hust*GEMA*hust*) möglichst profitabel wirtschaften. Das geht natürlich am einfachsten, indem man wiederum „spezialisierte“ Anwälte und Kanzleien beauftragt die Arbeiten zu schützen.

Diese recherchieren ein Weilchen und landen letztendlich auch auf privaten Blogs wie diesen hier, entdecken, dass Bilder des Künstlers und seiner Werke verwendet wurden und hauen im Anschluss in die Tasten um eine Abmahnung zu verfassen. Die zu zahlende Strafe wird dabei meist gewürfelt. Ob eine Erlaubnis die Bilder zu nutzen vorliegt oder nicht ist egal. Hauptsache erstmal abmahnen und warten ob gezahlt wird. Spezialisten halt.

So oder so ähnlich ist es einigen Blogs widerfahren, die wie ich nur über interessantes berichten wollen. Klingt jetzt ein wenig nach Jammern, ist aber leider traurige Wahrheit.

Ich mache Nathan Sawaya keinerlei Vorwürfe! Er selbst hat das handeln seiner Agentur sogar dementiert. Wer diese durchaus interessante Sache weiter verfolgen möchte, kann das auf den abgemahnten Blogs tun.

Nichts als Ärger

Blogs sind nicht nur für die meisten ein Hobby, sondern eine ernst zunehmende Stimme. Das beweist sich immer wieder aufs neue. Da sind solche Methoden, wie sie oben beschrieben wurden und die ständige Angst vor einer Abmahnung mehr als hinderlich. Viele hängen dadurch sogar das ganze an den Nagel und nehmen ihre Webseiten vom Netz.

Nicht unbegründet, wie man merkt. Überall wird man als Blogger über den Tisch gezogen.

Eine weitere nervige Art, die auch mir oft passiert ist, sind Angebote die per Mail eintrudeln. Schreib doch ein paar Worte über dies und das. Als Lohn für deine Mühe erhälst du einen Gutschein im Wert von zehn Euro für Amazon!

Wow! Das wäre doch nicht nötig gewesen!

PR-Agenturen, die sowas vorschlagen, erhalten monatlich (!) mehrere tausend Euro für Kampagnen aller Art und ihr, ein Privatmensch der immerhin eine eigene Webseite mit hunderten Seitenzugriffen monatlich sein eigen nennen kann, erhaltet einen Gutschein in Höhe von zehn Euro?

Viele unterschätzen den Wert ihrer „Stimme im Netz“ drastisch und geben sich mit solchen Peanuts und manchmal noch weniger zufrieden. Lasst es! Entweder ein weitaus höheres Gegenangebot machen oder schlicht und einfach ablehnen. In beiden Fällen tut ihr das richtige.

Das sowas aufregt verwundert nicht weiter. Verständlich also, dass Blogger wie etwa Natascha von dem Weblog „vorstadtprinzessin.com“ sich alles andere als prinzessinnenhaft dazu äußern. Ich fühle mit!

Also für die Zukunft einfach merken: Wer mit etwas Hirnschmalz und Leidenschaft im Web rumstreunert stößt dabei eher selten auf Probleme. Lasst euch nicht verhintern!

Geschrieben von

Till hat bereits 171 Artikel auf Blogkollektiv geschrieben.

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