Apple MacBook Pro 13 Zoll Mitte 2012 – Testbericht

13. Mai 2013 | Apple, Blog, Featured, Hardware, OS X, Software, Testberichte | Geschrieben von: | 5 Kommentare

Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich diesen Testbericht eigentlich schreiben soll. Denn es ist nicht nur ein einfacher Test eines beliebigen Gerätes, sondern für mich speziell ein Einstieg in eine völlig neue, digitale Welt.

Mit dem Kauf des Apple MacBook Pro, kauft man nämlich nicht nur ein schickes und vor allem teures Notebook, gefertigt aus wertigem Aluminium, sondern man betritt auch ein völlig neues Ökosystem. Das ist insbesondere für jahrelange Nutzer von Windows ein größerer Umstieg, wo man quasi mit einem einzigen Betriebssystem „aufgewachsen“ ist.

Keine leichte Aufgabe, die jedoch einfacher als anfangs gedacht gelingt.

Ein gewagter Schritt…

MacBook Pro - Review - Bild 01

Ja ich weiß. Ein solch‘ teures Gerät kauft man nicht einfach so. Hab ich auch nicht. Ich habe mir natürlich was dabei gedacht, weswegen mich auch einige Dinge vom Kauf überzeugt haben.

Stellen wir uns also zunächst die Frage, wozu in aller Welt man überhaupt einen Laptop braucht. In erster Linie natürlich um auch unterwegs einen Computer nutzen zu können. Etwa um Texte zu schreiben oder aber um mal eben im Internet zu surfen. Als Blogger sogar beides gleichzeitig!

Jedoch kam für mich aber auch nur genügend Leistung in Frage. Zum Beispiel mag ich auch Photoshop und ähnliche Programme gerne unterwegs nutzen, welche in einer akzeptablen Geschwindigkeit auf dem entsprechendem Computer laufen.

Zudem sollte man, wenn auch nur sekundär, noch ein bisschen Raum zum zocken haben.

Sieht man sich diese Anforderungen zunächst einmal an, kann man für mein anfängliches Budget von 1.000€ beinahe jeden Laptop nehmen, da sehr viele in Frage kämen. Problem war jedoch immer, dass viel Leistung leider zu lasten der Mobilität geht.

Will man etwa einen reinen Zocker-Laptop ist man meist bei einem Gewicht von über drei Kilogramm und einer Displaygröße von 15 Zoll oder größer, von wenigen Ausnahmen mal abgesehen. Zudem würde man dauernd mit einem Netzteil, welches ebenfalls noch einmal fast ein Kilo wiegt, an der Dose hängen.

MacBook Pro - Review - Bild 02

Für mich inakzeptabel. Da kann ich auch genau so gut meinen Gaming-Hochleistungs-Monster-Rechner von zu Hause mitnehmen und wäre da ähnlich mobil unterwegs.

Also habe ich beinahe drei Monate damit verbracht mich immer mal wieder in dem schier endlosen Angebot von Laptops auf dem Markt zu informieren, umzuschauen, Testberichte zu lesen und so weiter und so fort…

Immer gab es einen oder mehreren Haken, bis ich anfing zu den MacBooks zu schielen. Anfangs noch als abwegigen Gedanken abgetan wurde ich vom Kauf eines MacBooks immer mehr angezogen. Fast ein Jahr ging ins Land, bis ich endlich einmal einen Apple Store in Köln besuchte, dort einen Mac befingerte und für besser befand als gedacht.

Nach einiger Zeit, die ich zum Ansparen von Geld nutzte, lag ich dann endlich im März 2013 meinen MacBook Pro in den Warenkorb bei Alternate.

Aller Anfang ist schwer

MacBook Pro - Review - Bild 03

Da stand er also nun vor mir. Formschön und elegant in der folgenden Konfiguration:

  • Apple MacBook Pro
  • Mitte 2012
  • 13 Zoll
  • i7 2,9 Ghz Dual-Core
  • 8 GB RAM
  • 750 Gb Festplatte
  • Intel HD Graphics 4000
  • OS X Mountain Lion

Gleich nach den ersten paar Minuten stellt man den großen Unterschied zu anderen Betriebssystemen fest. Vieles erscheint anfangs ein wenig verwirrend, alleine schon weil gewohnte Schaltflächen nicht an der Stelle wie üblich vorhanden sind oder schlicht weg fehlen.

Später bemerkte ich aber ein deutlich durchdachteres Betriebssystem, als ich es bisher beispielsweise von Windows kannte. Mac OS auf einem Laptop macht unterm Strich mehr Spaß und weniger Arbeit, als das Gegenüber von Microsoft.

Dies verschuldet wohl nicht zuletzt das sehr penible und angenehme Multi-Touch Trackpad unterhalb der Tastatur des MacBook Pro. Anfangs noch als merkwürdig befunden, finde ich es nun enorm komfortabel mit drei Fingern zwischen Programmen zu wechseln, die auf Vollbild gestellt sind.

Ich bemerkte, dass dies ein unheimlicher Vorteil besonders auf dem kleinerem 13 Zoll Display ist. Durch eine simple Geste spart man Platz für Schaltflächen oder einer Aufgabenleiste. Sämtliche Gesten könnte ich mir dabei noch aussuchen.

Apropos 13 Zoll: Auch hier wurden meine Ansprüche an Mobilität ideal bedient. Bei vergleichsweise geringem Gewicht, kompakten Baumaßen und einem Akku, welcher fast 7 Stunden bei normaler Nutzung hält, kann ich einfach nicht meckern.

Weitere Pluspunkte sind für mich die beleuchtete Tastatur, das kleine und kompakte Netzteil, sowie das sehr gute Display.

Das alles in Kombination mit der ausgezeichneten Verarbeitung sind Punkte, welche für mich den recht hohen Preis durchaus rechtfertigen und die ich selten bei Produkten der Konkurrenz finden kann.

MacBook Pro - Review - Bild 04

Wenn ich nach Mankos suchen würde, dann würde ich nur zweierlei finden.

Zum ersten nämlich die hohen Unterhaltungskosten. Bei Windows gibt es viele Programme umsonst. Bei Mac OS dagegen sieht es anders aus. Klar gibt es auch kleinere Tools hier für lau oder sehr günstig, aber meist zahlt man schon ’nen Zehner oder mehr. Das treibt zwar die anfänglichen Anschaffungskosten in die Höhe, da die Programme, ähnlich wie bei der Spiele-Distributionsplattform Steam aber oft nur einmalig bezahlt werden müssen und dann an die Apple-ID gebunden sind kann man das noch verkraften.

Zudem gibt es genau wie bei Steam aber auch hier nicht selten Rabattaktionen, wodurch man die ein oder andere Software dann günstiger bekommt.

Zum zweiten kann ich leider nicht jedes Spiel oder Programm, welches ich schon auf Windows habe, auch auf Mac OS nutzen. Das geht aber dem ein oder anderen Linux-Nutzer da nicht unähnlich.

Fazit

Darum kann ich abschließend nur sagen, dass sich der Kauf für mich jetzt, nach fast drei Monaten intensiver Benutzung, schon rentiert hat. Ich habe exakt das bekommen, was ich von einem MacBook erwartet habe.

Von meinem bisherigen Apple Gerät, dem iPod Touch 4G, bin ich zwar recht enttäuscht gewesen, jedoch reißt mein MacBook Pro viel wieder raus, wodurch Apple bei wieder einige Sympathiepunkte gewonnen hat.

Aus diesem Grund kann ich den MacBook Pro jedem empfehlen, der ähnliche Anforderungen an ein Notebook hegt. Man muss aber hierfür auch bereit sein einiges an Geld zu investieren. Mir jedenfalls war es das wert und im Nachhinein betrachtet bereue ich den Kauf in keinster Weise.

Im Gegenteil. Seitdem ich den Mac mein eigen nenne, benutze ich weniger gern meinen Windows Gaming-PC, da es sich mit dem wesentlich MacBook einfacher und schneller arbeiten lässt.

In Zukunft werde ich übrigens dann auch öfters über Mac OS bloggen und beispielsweise Softwareperlen oder aber Tricks und Tipps vorstellen.

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Crave hat bereits 171 Artikel auf Blogkollektiv geschrieben.

  1. Enno | am 14. Mai 2013 um 21:23 Uhr:

    Cool, ich freu mich auf Mac Goodness von dir ;)

  2. Siemser | am 15. Mai 2013 um 06:51 Uhr:

    Hach ja, die einfache Bedienung :-)

    Ich wollte ja schon immer gerne ein Tablet und so war ich schon länger auf der Suche. Die Google I/O stand vorvder Tür und ich wollte eigentlich auf das überarbeitete N7 warten. Mich hat es dann doch nochmal in den Saturn getrieben und so konnte ich mal einen Vergleich zwischen N7 und iPad Mini ziehen. Größe, Formfaktor und OS sind schon recht unterschiedlich :D ich habe mich dann letztendlich dafür entschieden mit dem iPad Mini mein Glück zu versuchen da mich die Größe allein schon mehr angesprochen hat und ich auch endlich über den Android-Tellerrand schauen wollte. Was soll ich sagen? ICH BIN BEGEISTERT! Könnte es mir nicht vorstellen jetzt ein N7 hier liegen zu haben. Die I/O lässt mich kalt. Ich habe das für mich bessere Tablet gefunden :-)

  3. Timotime | am 15. Mai 2013 um 10:44 Uhr:

    Glückwunsch zum Macbook =) Ich hoffe aber du bleibst uns Androiden im Smartphonebereich dennoch treu :P

    Ich selber habe auch ein Macbook Pro. Ist jedoch schon 3 Jahre alt. Bin sehr zufrieden mit dem Gerät (auch wenn es so teuer ist). An den neuen Geräten stört mich jedoch, dass es immer noch nur die hd4000 bei der 13Zoll Variante ist.
    Wenn das mal verbessert wird, könnte ich in betracht ziehen mein jetziges Macbook zu verkaufen und bei einem neuen zuzuschlagen. Das ist übrigens auch ein ausgezeichneter Punkt: Der sehr geringe Wertverlust im Gegensatz zu anderen Laptops =)

    @Siemser
    Ich habe mir vor 2 Wochen noch ein Nexus 7 (gebraucht) ergattert. Konnte es nicht abwarten. Sollte heute aber doch ein neues Modell vorgestellt werden, kann ich es wohl ohne großen Verlust weiterverkaufen. Ich habe aber auch lange mit dem iPad Mini geliebäugelt. Ich finde einfach die Größe noch einen ticken besser. Es hat ein ganzes Zoll DisplayDiagonale mehr, ist aber im Endeffekt nur minimal größer wie das Nexus 7. Ich konnte jedoch einfach nicht auf Android verzichten. Mac Os ist geil – iOs finde ich jedoch echt lahm. Mir würden die Widgets fehlen.

    Gruß

    • Crave | am 15. Mai 2013 um 12:34 Uhr:

      Was die Smartphone-Frage angeht bin ich mir nicht mehr so sicher.

      Android enttäuscht mich immer wieder, bietet mir aber am meisten. Jedoch bin ich mittlerweile Weg von dem Gefühl unbedingt immer basteln zu müssen. Ich lege mittlerweile mehr Wert auf Geräte die einfach nur funktionieren. Und das möglichst lange. Darum kommt für mich durchaus auch ein iPhone in betracht, wenn da nicht der übertriebene Preis wäre.

      Windows Phone bietet mir persönlich übrigens weder das eine, noch das andere.

      Was die Intel HD4000 Grafik angeht, so unterschätze diese mal nicht!

      Klar es ist keine vollwertige Highend Grafikkarte oder ähnliches, aber Spiele wie z.B. Portal 2 packt das Teil noch locker auf vollsten Einstellungen. Hiervon war ich ebenfalls überrascht und habe anfangs auch daran gezweifelt. Mittlerweile bin ich aber ganz zufrieden, auch wenn es z.B. nicht Battlefield 3 packt. Mal abgesehen davon, dass Bf3 nicht auf dem Mac OS läuft, spiele ich Shooter ohnehin lieber bequem auf meinem Heimrechner und nicht unterwegs.

  4. Timotime | am 15. Mai 2013 um 17:16 Uhr:

    Ja, ich muss zugeben. Ich bin auch weg vom ewigen gebastel. Hab mein Nexus 4 seit knapp 6 Monaten und noch nichts geflashed – nicht einmal gerootet. Aber ich muss auch nicht zwingend. Mein Milestone konnte ich so noch übertakten um es halbwegs flüssig zu bekommen. Mein S2 lief mit der CM auch wesentlich stabiler. Aber bei meinem Nexus 4 ist alles tip top. Ich sehe da keinen Bedarf und habe auch überhaupt keine Probleme.

    iOs ist mir trotzdem zu langweilig. Ich habe gerne Homescreens die an mich angepasst sind + es gibt sooooo viele Smartphone mit Android. Beim iPhone haste halt echt nur die Wahl zwischen 4s und 5, wenn du halbwegs aktuell sein willst. Einheitsbrei. Bei Android suche ich mir aus, wie groß das Display sein soll, welche Material, welches Design & Co.

    Mac – Ja
    iPhone – Nein (bis jetzt zumindest) und das trifft nur auf mich zu. Es gibt durchaus Menschen denen ich ein iPhone empfehlen würde.

    Zum Preis: Bedenke den guten Wiederverkaufswert. Im Endeffekt zahlst du dann gar nicht sooo viel mehr. Das wäre jetzt nicht da KO Kriterium – zumindest für mich.

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