Testbericht – Bosch Filtrino FastCup – Unverzichtbar für jeden Teetrinker

8. März 2015 | Blog, Hardware, Sonstiges, Testberichte | Geschrieben von: | 2 Kommentare

Tee. Flüssiges Gold in der Tasse. Ich kann leider keinen Kaffee trinken, obwohl das Zeug echt Bombe riecht, aber geschmacklich… na ja. Als Teetrinker hat man es leider schwer in Deutschland. Es gibt hier keine richtige Teekultur und nein, Ostfriesen und ihr komisches Gehabe mit der Milch im Tee und ewigen Ziehzeiten ist mehr ein Zustand, als eine Kultur. Im Club der Teetrinker gibt es, genau wie bei den Kaffeetrinkern, solche und solche und ich bin eben einer dieser Solchen.

Das Problem

In der Regel bekommt man auch nur diese schlechten und billigen Teebeutel. Ich kann nicht mal eben für kleines Geld einen guten Tee bekommen. Wenigstens zu Hause will ich meinem „Tee-Nerdism“ nachkommen. Ich trinke also offenen Tee, keinen Beutel und keine Kapseln.

Letzteres ist wohl bei allen Teetrinkern eine Sünde. Ja, man kann sich heute eine Alukapsel kaufen und „Tee“ machen, indem man Wasser durch dieselben Schläuche drückt, wie vorher den Kaffee. Abgesehen von diesem ekeligen Effekt ist da meist irgendein scheiß in den Kapseln, aber kein Tee.

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Tee möchte in der Tasse „atmen“. Man will möglichst die ganzen Blätter und keine Geschmacksverstärker oder sonstige Zusatzstoffe haben. In einer Alukapsel hat kein ganzes Teeblatt Platz, deshalb ist da „Dust“ drin. Klingt wie eine Droge, ist aber Teeabfall. Alles was so runterfällt bei der Teeproduktion. Und damit das dann auch schmeckt ist da zusätzlich noch Chemie drin.

Nein. Richtiger Tee will auch in verschiedenen Temperaturen getrunken werden. Schwarzer Tee (Assam, Darjeeling und Co) mit kochendem Wasser, Grüner Tee mit irgendwas zwischen 80°C und 90°C und weißer Tee teilweise nur mit 70°C. Normalerweise sitzt man dann doof rum und wartet Zeit x, bis sich das Wasser aus dem Wasserkocher abgekühlt hat oder man hat ein Thermometer oder, oder, oder. Jeder hat da so seinen Trick.

Unterm Strich also: Man will keine Tee-Kapselmaschine haben, um sich schnell einen Tee zu machen. Zum Glück gibt es aber auch dafür ein technisches Gerät.

Die Lösung?

Ich habe einen „Heißwasserspender Filtrino FastCup„. Dieses Maschinchen leistet seit 2 Jahren ihre Dienste bei mir und ich bin voll und ganz zufrieden.

Die Einstellungen ermöglichen mir 70, 80, 90 und 100 Grad heißes Wasser durchlaufen zu lassen und es gibt die Möglichkeit einen BRITA Wasserfilter einzusetzen. Ich bin da kein Fan von und habe den Filter deswegen auch noch nicht benutzt. Außerdem kann man die Wassermenge, bei dem sehr großen Wassertank von zwei Litern, zwischen 120 und 300ml regulieren. Leider ist das sehr umständlich und ich habe einfach auf 300ml gestellt und drücke, bevor die Tasse überläuft, einfach auf Stop. Um die 300ml aufzufüllen benötigt die Maschine grob eine Minute.

Der FastCup ist auch sofort betriebsbereit. Man schaltet ihn ein, wählt die entsprechende Temperatur und drückt auf Start. Man wartet keine zwei Sekunden und es geht los. Um die zwei Bedientasten ist zudem ein Leuchtring mit neun Segmenten, die die Temperatur anzeigen und Warnhinweise für das Entkalk-Programm oder den Wasserfilterwechsel sind. Dass man das Gerät sperren kann, damit Kinder sich nicht aus Versehen verbrühen, ist ein ebenfalls nettes Feature.

Größe und Aussehen

Der Filtrino FastCup ist etwa so groß wie eine Senseomaschine. Es nimmt also durchaus Platz weg in der Küche, aber mir persönlich ist es das wert. In meiner Küche steht es auf einer kleinen Mikrowelle, denn da ist Platz und es steht da sehr stabil. 2012 hat der FastCup auch einen RedDot Design Award gewonnen, was zwar den Tee nicht besser macht, aber davon zeugt, dass Bosch es wirklich geschafft hat ein hübsches Gerät in die Küche zu stellen.

Kritik und Fazit

Der FastCup kostet 99€ UVP bei Bosch auf der Webseite und lohnt sich meiner Meinung nach für jeden Teetrinker!

Drei Dinge ließen sich allerdings verbessern: man müsste die Durchlaufmenge bei jedem Vorgang einstellen können, ein Timer in der Maschine wäre bombe und der obere Bereich mit dem Ausfluss des heißen Wassers ist immer Wasserdampf ausgesetzt. Durch die Feuchtigkeit setzt sich hier gerne Staub fest.

Das ist aber wirklich meckern auf hohem Niveau. FastCup ist eine echte Hilfe bei der Teezubereitung. Von mir eine definitive Kaufempfehlung!

Geschrieben von
Jens

Jens hat bereits 6 Artikel auf Blogkollektiv geschrieben.

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  1. Netzpropaganda.de | am 17. Mai 2016 um 21:35 Uhr:

    Tee ist LEIDER doch sehr unterbewertet hierzulande. Wie groß ist der Tank bzw. kann man ihn permanent an bspw. den Wasserhahn anschließen? Oder muss man den Tank immer selber füllen?

    • Jens | am 18. Mai 2016 um 09:17 Uhr:

      Der Wassertank ist abnehmbar, hat aber keinen Anschluss für einen Schlauch. Du musst ihn also manuell befüllen. ;)

      Der Taank hat glaube ich 1,5l Fassungsvermögen.

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