Ein paar Worte zum Stromverbrauch unserer Geräte

3. Februar 2015 | Blog, Featured, Hardware | Geschrieben von: | 0 Kommentare

Bei Kühlschränken ist es gang und gäbe, dass man auf die großen Buchstaben guckt. Bei einem Kühlschrank unterhalb der Zertifizierung „A+“ geht heute nichts mehr. Stromsparen ist also die Devise und als jemand, der im Moment eine Elektroheizung hat, kann ich sagen, dass man ab und zu auch bei anderen Geräten auf den Stromverbrauch achten sollte.

Ein gutes Beispiel ist die kommende Generation an TV-Geräten. Eine Dolby-Vision-Demo auf entsprechenden Referenzmonitoren, hat im Moment noch eine Leistungsaufnahme von läppischen 4 kW. In den Kommentaren des Golem-Artikels hat das mal jemand kurz überschlagen und kommt bei 6 Stunden täglicher Laufzeit und 30 Cent pro Kilowattstunde auf knappe 2500€ Stromkosten im Jahr. Das entspricht ungefähr einem Monatsgehalt.

Diese Leistungsaufnahme wird hoffentlich natürlich noch etwas sinken, aber ist schon mal eine Hausnummer und sie hat mich etwas stutzig gemacht. Was hab ich denn so an Stromkosten für meine Heimanlage? Würde ich da billiger wegkommen? Immerhin habe ich das so ziemlich schlimmste Setup aller Zeiten.

Ich gucke kein lineares TV mehr, sondern nur noch Netflix. Das ganze wird über die PlayStation 3 angesehen und der wird über eine Anlage ausgegeben. Die PS3 ist ja bekannt dafür, dass sie keine besonders energiesparende Konsole ist. Meine PS3 Slim hat zum Beispiel eine Leistungsaufnahme von 135 Watt. Eine Set-Top-Box, wie AppleTV oder dem FireTV von Amazon, hat eine Leistungsaufnahme von je unter 10 Watt. Bei der Anlage kann man wahrscheinlich nur sparen, wenn man sie durch die TV-Boxen ersetzt. Wenn der Ton aus dem TV kommt, klingt es aber eher bescheiden.

Deswegen neue Geräte zu kaufen wäre natürlich auch Schwachsinn, da diese sich erst in Jahren amortisieren. Man spart durch ein Neugerät zwar Strom, zerstört aber auf lange Sicht die Ökobilanz. Ich könnte auch schlicht auf den Luxus dieser Geräte verzichten und sie einfach nicht mehr benutzen… Aber na ja, das möchte ich auch nicht.

Was kann ich also tun? Ich werde einfach beim nächsten Kauf ein Auge auf den Stromverbrauch haben und ich finde ihr solltet das auch tun. Die angesprochenen 4 kW des Vorführgerätes sind nicht das, was am Ende im Laden steht. Denn vielleicht entwickeln die guten Hersteller auch noch eine neue Stromspartechnik.

Für mich ist im Moment eher eines wichtig: Am Ende des Tages ist die Tiefe des Gerätes egal und für die meisten sind die Unterschiede im Bild eh nicht mehr zu sehen. Abgesehen davon, dass man auch eine extreme gute Internetleitung braucht um 4K auf Netflix und YouTube zu genießen zu dürfen. Wozu also einen 4K-Fernseher kaufen, wenn man in einem weißen Fleck wohnt und nur DSL 6000 hat?

Ich will damit sagen, dass man einfach etwas umsichtiger bei der Neuanschaffungen sein sollte. Klar. Neue Technologien sind verlockend. Aber auch nur, weil die Werbung einem dies so eintrichtert. Für mich jedenfalls gilt ab sofort Stromverbrauch bei allen Geräten als Kaufargument, nicht nur bei Kühlschränken. Zu diesem Thema ist übrigens auch ganz spannend: Was sind eigentlich so die Stromkosten unserer geliebten Smartphones?

Geschrieben von
Jens

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